Samstag, 30. Januar 2016

Rezension: Everflame; Feuerprobe - Josephine Angelini


Erschienen bei Dressler am 19.09.2014
Seiten: 480

Hier kaufen: Buch (19.99€) - Ebook (15.99€)


© Die Cover- und Zitatsrechte unterliegen dem Verlag Dressler


Erster Satz/ Erste Sätze:

Schon auf dem Weg zur Mädchentoilette raffte Lily Proctor ihre widerspenstigen Haare zusammen. Mit tränenverschleierten Augen steuerte sie eine der Toiletten an und übergab sich, bis ihr Magen leer war und sie am ganzen Körper zitterte.


Cover:

Das Cover gefällt mir gut, besonders der Schriftzug I am a witch and witches burn ist sehr ansprechend und hat mich neugierig gemacht. Diese Version des Covers ziehe ich auch der alten, wesentlich schlichteren Version vor (siehe rechts). Meiner Meinung nach ist die Version mit dem Mädchen deutlich eindrucksvoller und lenkt eher die Blicke auf sich. Der stechende Blick der Person passt zu den Gefühlen der Protagonistin. Auch die Flamme links unten hat seinen Reiz und ist ein Blickfang. Alles in allem ein gut gestaltetes Cover.




Inhalt:

Die 17-jährige Lily Proctor hat es nicht leicht. Sie ist scheinbar gegen so gut wie alles allergisch, was es gibt, hat feuerrote Locken, die sich einfach nicht bändigen lassen und ist unglücklich verliebt in ihren besten Freund Tristan. Dieser ist der Schwarm aller Mädchen und ziemlich beliebt, ganz im Gegensatz zu Lily, die Außenseiterin an ihrer Highschool in Salem. Sie möchte einfach nur dazu gehören und nach einem Kuss mit Tristan schöpft sie Hoffnung. 
Als sie dann mit Tristan auf ihre erste richtige Party geht, endet es katastrophal. Tristan betrügt sie mit einem anderen Mädchen und jemand mischt ihr Alkohol unter, sodass Lily einen schweren Allergieanfall bekommt und sich vor allen blamiert.
Sie möchte einfach verschwinden. Und genau das passiert dann auch. Wortwörtlich.
Ihre Doppelgängerin aus einem anderen Salem verschleppt sie in ihre Welt und dort gerät sie in einen gefährlichen Kampf um Macht und Versuchung. Stecken hinter ihre Allergien und Fieberschübe vielleicht doch mehr, als sie gedacht hat? Auf der Suche nach einem Weg nach Hause muss sie gegen ihre Doppelgängerin kämpfen, ihre Gabe erlernen und muss sich einer Liebe stellen, die sie niemals erwartet hätte.



Zitat:
Auch wenn Lily den Kampf jetzt nicht mehr sehen konnte, waren ihre Sinne weiterhin mit denen von Rowan verbunden. Sie war bei ihm, steckte in seiner Haut und spürte die Faszination, die dieser Machtrausch in ihm weckt. All seine Muskeln waren härter als Stahl und die Knochen nahezu unzerbrechlich.
(Everflame; Feuerprobe - Josephine Angelini ; S.213)



Schreibstil und Charaktere:

Der Schreibstil von Josephine Angelini finde ich sehr ansprechend. Trotzt der Erzähl-Perspektive kann man sich gut in der Protagonistin einfühlen und ist immer über ihre Gedanken im Bilde. Sie erzählt die Situationen wirklich schön und detailliert.
Auch die Charaktere habe ich ins Herz geschlossen, besonders mit Lily konnte ich mich gut anfreunden. Insbesondere weil sie nicht eine dieser Protagonisten ist, die alles perfekt können und nahezu keine Fehler haben. Lily hat einige kleine Macken und diese machen sie noch liebenswerter. Auch die Unterschiede zwischen den Charakteren und den Doppelgängern finde ich sehr interessant.



Meinung/ Fazit:

Ich finde das Buch wirklich sehr gelungen und bin bereits gespannt auf den nächsten Teil. Besonders bei dem ausgezeichnet gesetzten Cliffhänger am Ende des Buches, bei dem man gar nicht anders kann, als wissen zu wollen, wie es weiter geht. 
Die Idee des Buches ist mir auf die Art wirklich noch nie begegnet und wurde meiner Meinung nach auch gut umgesetzt, allerdings finde ich das da durchaus noch mehr geht. Umso mehr habe ich die Hoffnung, dass der zweite Teil noch besser wird und mich wieder begeistert.
Parralelwelten, Hexen und Magie - das lässt das Fantasyherz doch gleich höher schlagen.
Insgesamt also sehr zu empfehlen. Von mir bekommt Everflame; Feuerprobe ganze 4/5 Sternen.





Freitag, 29. Januar 2016

Ich bin wieder da!


Lang, lang ist es her. 
Ich war aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen eine lange Zeit lang abwesend und habe keine einzige Rezension geschrieben und auch nicht sehr viel gelesen.
Gerne würde ich euch einen besseren und interessanteren Grund liefern, wie zum Beispiel, dass ich nur ganz knapp einen Flugzeugabsturz überlebt habe und mich dann vollkommen allein durch die Wildnis schlagen musste, um die rettende Zivilisation zu erreichen. 
Aber das würde mir natürlich niemand abkaufen und deswegen unterbreite ich euch die nicht besonders spannende und nichtssagende Wahrheit. ;-)


Nun erzähle ich euch aber erstmal, was ich für dieses Jahr geplant habe und einige der Bücher, die ich euch demnächst vorstellen möchte:



Everflame - Feuerprobe


Everflame - Tränenpfad



Die Brücke der Gezeiten 1


Black Blade



Außerdem plane ich ein Interview mit einer Autorin (mit welcher, verrate ich euch aber noch nicht) ein Gewinnspiel, auf das ihr euch freuen könnt!

Auf ein schönes Jahr voller guten Büchern und Geschichten.
Liebe Grüße,
Aileen


Mittwoch, 2. September 2015

Liebster Blog Award





Von der lieben Jessica von dem Blog Zeilenträumerin wurde ich zum Liebster Blog Award nominiert. Vielen Dank liebe Jessi, ich freue mich wirklich sehr darüber und bin gespannt was für tolle Fragen du dir ausgedacht hast. :-)

Der Hintergrund dieses Awards ist es, noch 'jungen' Blogger dabei zu helfen bekannter zu werden und den Lesern tolle, neue Blogs zu zeigen. Beim beantworten der 11 Fragen, könnt ihr außerdem die Person hinter dem Blog noch ein wenig besser kennenlernen.




Die Regeln: 

1. Man verlinkt den Blogger, der einen nominiert hat.
2. Man beantwortet die Fragen, die sich der Nominerer ausgedacht hat.
3. Man verlinkt so viele Blogs wie man möchte. Dabei ist es aber wichtig, dass die Blogs weniger als 200 Follower haben.
4. Man denkt sich 11 neue Fragen aus, diese werden die von dir nominerten Blogs dann beantworten.




Und hier kommen die Fragen:


1. Wo findet man dich, wenn du deine Bücher liest?

Meistens liege ich gemütlich auf meinem Bett zwischen tausenden von Kissen und lese meine Bücher. Wenn ich aber gerade mal unterwegs bin, lese ich auch oft im Auto oder am See, wenn ich schwimmen bin. Das kommt ganz darauf an wie viel Zeit ich gerade habe und was ich unternehme. Am liebsten lese ich allerdings zu Hause auf meinem Bett, mit Kerzen und mit einem kleinen Licht an.


2. Liest du lieber ein Buch oder ein eBook?

Ich bevorzuge auf alle Fälle das Buch. Das Gefühl in der Hand ist viel schöner. Natürlich lese ich auch eBooks, für den Urlaub oder für Unterwegs sind sie sehr viel praktischer, aber es geht doch nichts über ein schönes altes Buch, mit dem Duft nach Papier und Tinte.
Und mit eBooks kann ich auch keine Bücherregale füllen. Wenn ich Bücher wirklich sehr gerne gelesen habe, dann möchte ich auch, dass sie einen Platz in meinem Regal bekommen. 


3. Wenn du dir ein Buch aussuchen dürftest, das verfilmt werden soll, welches wäre es?

Vermutlich würde ich mich für die Plötzlich Fee Reihe entscheiden oder für Engel der Nacht. Es würde mich nämlich brennend interessieren wie sie Ash, den Winterprinzen aus Plötzlich Fee und Patch, den gefallenen Engel aus Engel der Nacht besetzen würden.
Falls die Verfilmung gut gemacht wird, glaube ich wirklich, dass die Filme ein Erfolg werden könnten.


4. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Da ich schon immer sehr gerne geschrieben habe und auch Bücher meine Leidenschaft sind, habe ich versucht das zu kombinieren. Rezensionen und Buchempfehlungen zu schreiben hat mir da sehr gut gefallen und wieso meine Meinungen nicht mit der Welt teilen? Also habe ich beschlossen es mal mit dem Bloggen zu probieren, wenn es mir nicht gefallen hätte, hätte ich ja immer aufhören können. 


5. Was machst du sonst noch, außer lesen?

©Aileen Hackbarth
Neben dem Lesen zählen zu meinen Hobbys auch noch das Zeichnen. Außerdem spiele ich Gitarre, gehe regelmäßig joggen, treffe mich gerne mit Freunden und schaue Serien. 
Rechts seht ihr eine meiner älteren Zeichnungen. :-)




6. Wie kam es zu dem Namen deines Blogs?

Da ich ja Rezensionen schreibe, habe ich mir gedacht, der Name soll irgendwie darauf hinweisen, dass ich den 'Weg zu guten Büchern' weise. So kam es zu dem Kompass. 
Und da sich Buchkompass meiner Meinung nach nicht so toll anhört, habe ich mich für Zeilenkompass entschieden.


7. Welches Genre gefällt dir am besten und mit welchem kannst du gar nichts anfangen?

Am liebsten lese ich Fantasy- und Jugendbücher. Diese lese ich auch deutlich am häufigsten. Es gibt aber eigentlich kein Genre mit dem ich nichts anfangen kann. Jedes Genre hat so das ein oder andere tolle Buch. Ich gehe da eigentlich nicht nach Genre, wenn mir ein Buch und seine Geschichte gefällt, dann ist es mir vollkommen egal welches Genre es hat.


8. Wenn du dir ein Buch aussuchen könntest, in das du für 24 Stunden reisen könntest, für welches würdest du dich entscheiden?

Hmm... Das ist echt schwer. Entweder ich würde in die Harry Potter Welt reisen oder in die Welt aus Plötzlich Fee, ich stelle mir das Feenreich wirklich toll vor. Es wäre sicherlich sehr abenteuerlich dort für 24 Stunden hineinzureisen.


9. Wie wichtig ist dir das Cover eines Buches?

Ein schönes und ansprechendes Cover zu einem guten Buch machen es natürlich noch toller. In der Buchhandlung wecken schöne Cover eher mein Interesse, aber letztendlich kommt es immer noch auf den Inhalt an. Meine Lieblingsbücher könnten von mir aus auch ein total schreckliches Cover haben, ich würde sie trotzdem noch über alles lieben.


10. Was macht deinen Blog aus?

Uhh, echt böse Frage.  Ich denke mein Blog unterscheidet sich von vielen anderen dadurch, dass ich einfach schreibe wann und was ich will. Ich sage einfach meine Meinung und wenn ich keine Lust habe eine Rezension zu schreiben, dann mache ich es einfach nicht.
Bei vielen anderen Blogs habe ich manchmal das Gefühl, dass sie die Rezensionen gar nicht schreiben weil sie Bücher lieben, sondern immer nur um noch bekannter zu werden.
Das finde ich irgendwie schade und ich hoffe wirklich, dass ich nicht genauso werde.


11. Wie viel Zeit investierst du wöchentlich ins Lesen und Bloggen?

Das ist wirklich ganz unterschiedlich. Je nach dem ob ich Zeit und Lust habe.
Ich würde sagen, dass ich durchschnittlich für beides zusammen 10 Stunden pro Woche investiere.



Das war es auch schon mit den Fragen von Jessica. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht sie zu beantworten. Ich hoffe ihr fandet die Fragen und meine Antworten ebenfalls interessant. Schaut doch mal auf Jessicas Blog vorbei wenn ihr wollt, er ist echt toll! 
Ich nominiere für den Liebster Blog Award folgende Blogs:

 Nina von Buecherrausch



Hier kommen meine Fragen für euch:

1. Welches Buch ging dir nach dem Lesen nicht mehr aus dem Kopf? Gibt es irgendein Buch das dich geprägt hat?
2. Hast du schon mal überlegt selbst ein Buch zu schreiben?
3. Wie schreibst du deine Blogeinträge? Hörst du dabei Musik? Um welche Tageszeit schreibst du sie?
4. Gibt es einen Ort in der Natur/ in der Stadt an dem du sehr gerne liest? Oder einen Ort an dem du gerne lesen würdest?
5. Welchen Buchcharakter würdest du gerne mal treffen?
6. Wie stellst du dir den perfekten Tag zum Lesen vor?
7. Wie oft legst du dir neue Bücher zu?
8. Welches Buch kannst du ausnahmslos jedem empfehlen?
9. Welches Buch hat dich emotional am tiefsten berührt?
10. Wie kam es dazu, dass du bloggst?
11. Gibt es eine Sache die du noch lieber tust, als zu lesen?





Samstag, 29. August 2015

Rezension: Das also ist mein Leben - Stephen Chbosky



Erschienen bei Heyne Fliegt am 26.09.2011
Seiten: 288

Hier kaufen: Buch (12,99 €) - Ebook (9,99 €)


© Die Cover- und Zitatrechte  unterliegen dem genannten Verlag



Erster Satz/ Erste Sätze:

Lieber Freund,
ich schreibe Dir, weil sie meinte, dass Du zuhörst und verstehst und nicht versucht hast, auf dieser Party mit einer bestimmten Person zu schlafen, obwohl Du das gekonnt hättest.



Inhalt:

Der 16-Jährige Charlie ist neu auf der Highschool. Einem unbekannten 'Freund' erzählt er per Brief seine Probleme. Neben den ganz normalen Problemen eines Teenagers, hat er auch große Probleme mit sich selbst und seiner Vergangenheit. Charlie ist irgendwie anders, er hat eine ganz besondere Sicht auf die Welt. Er beobachtet, hinterfragt alles und fragt jedes mal nach dem Warum.
Zusammen mit der hübschen Sam, Patrick und Sam lernt er das Leben kennen, macht Erfahrungen fürs Leben und versucht seine Rolle im Leben zu finden. 
Dabei kommen auch erschreckende Erinnerungen an seine Vergangenheit ans Licht, welche den sensiblen Charlie bedrücken.



Cover:

Besonders ansprechend finde ich das Cover nicht. Zum Buch passt es wirklich sehr gut, jedoch bin ich der Meinung, dass es nicht sonderlich fantasievoll ist. 
Einerseits mag ich es gerne schlicht, aber in diesem Fall hätte man durchaus mehr Fantasie und Ideenreichtum einbringen können. 
Das englische Cover zum Beispiel gefällt mir schon ein wenig besser. Dort sind zwar die Grundelemente des deutschen Covers auch enthalten, allerdings finde ich es wirklich ansprechender als das Deutsche.




Schreibstil und Charaktere:

Der grandiose und überaus einzigartige Schreibstil von Stephen Chbosky konnte mich vollkommen begeistern. Da der Autor den Protagonisten Briefe an einen 'Freund' schreiben lässt und diesem immer mal wieder persönlich anspricht, kommt es dir so wirklich und wahrhaftig vor. Du denkst, der Protagonist wäre lebendig und würde dir mittels Brief Einblick in sein Leben geben. Man wird von der Geschichte eingezogen und teilweise habe ich vergessen, dass es sich beim Lesen um ein Buch handelt und nicht um die Briefe eines Jungen. 
Chbosky schreibt überaus überzeugend, wenn ich es nicht besser wüsste und hätte es nicht die Form eines Buches, würde ich jeden, der meint, diese Briefe kämen von einem Autoren, sofort für verrückt erklären. 
Chbosky verfügt meiner Meinung nach über einen absolut erwähnenswerten und großartigen Schreibstil!

Die Charaktere, besonders Charlie, können nur dem Kopf eines Genies entspringen. Mit seiner Naivität und seiner besonderen Sichtweise, kommt er mir dermaßen sympathisch vor, dass ich ihn am liebsten aus dem Buch ziehen würde und knuddeln würde. Trotz diesen Eigenschaften ist er hochintelligent und Chbosky lässt uns in die Gedanken eines sehr tiefgründigen, sensiblen und ernsten Teenager schauen. Sehr oft kann ich mich mit Charlie identifizieren, was mich ihm noch näher bringt.

Und dafür bin ich Stephen Chbosky dankbar. Er hat meinen Kopf mit wundervollen Wörtern gefüllt und mich um einige Sichtweisen reicher gemacht.




Meinung/ Fazit:

Nachdem ich die Verfilmung (Vielleicht lieber morgen) dieses durch und durch atemberaubenden Romans gesehen habe, musste ich unbedingt das Buch lesen. Und das stellte sich als eine auffallend gute Idee heraus. 

Mit seinen unglaublichen Gedankengängen und dieser traurigen und zugleich schönen Geschichte konnte mich das Buch sofort in seinen Bann ziehen.
Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch immer und immer wieder lesen könnte ohne auch nur ansatzweise die Schnauze voll davon zu bekommen.

Nur selten schafft es ein Buch, meine Sicht auf die Dinge zu beeinflussen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Doch Das also ist mein Leben hat es geschafft. Es hat mich vollends in seinen Bann gezogen, mich mit seinen klugen Ansichten vollgestopft und mich zum nachdenken gebracht.
Sicherlich ist das Buch nicht jedermanns Geschmack, aber ich bin überzeugt  davon, dass nur wenige von diesem Buch enttäuscht sein werden.
Ich kann euch dieses exzellente, traurige und nachdenkliche Buch wirklich nur ans Herz legen.
Mein Herz hat es im Sturm erobert und in meinem Kopf hat es viele wundervolle Zitate und Gedanken zurückgelassen.

Es ist wirklich absolut empfehlenswert. Meiner Meinung nach, sollte jeder Buchliebhaber es gelesen haben.

Von mir bekommt Das Buch ganze 5/ 5 Sternen.