Donnerstag, 18. Juni 2015

Rezension: Mein Herz und andere schwarze Löcher - Jasmine Warga



Erschienen bei Fischer am 03.04.2015
Seiten: 384

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© Die Cover- und Zitatsrechte unterliegen dem Verlag Fischer





Erster Satz/ erste Sätze:

Musik hat kinetische Energie. Vor allem klassische Musik und da ganz besonders Mozarts Requiem.




Cover:

Das Cover finde ich eher mittelmäßig. In der Buchhandlung zieht es zwar die Aufmerksamkeit auf sich, aber ich finde es ist nicht so schön. Für das Buch hätte man ein viel schöneres und passenderes Cover wählen können. Dieses Cover hier jedoch, ist nicht sehr besonders. Viel passender finde ich da das Cover der Originalversion (siehe Bild). Es ist zwar eher schlicht gehalten, aber bei diesem Cover findet man eher Verbindungen zum Buch. Zum Beispiel erinnert mich das Bild an Physik, welche ja eine Vorliebe der Protagonistin ist.





Inhalt:

Aysel will nur noch sterben. Ihr Herz ist ein schwarze Loch und gäbe es Glück in ihrem Leben, würde es sofort von dem schwarzen Loch verschlungen werden. Doch nur weil sie sterben will, heißt es nicht, dass es einfach wäre. Damit sie das Ganze so schnell wie möglich und endgültig durchziehen kann, ohne einen Rückzieher zu machen, sucht sie sich im Internet einen Komplizen für ihr baldiges Vorhaben. Einen sogenannten Selbstmordpartner. Da kommt der 17-jährige Roman ihr gerade Recht.
Doch während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, fängt Aysel wieder an Glück zu empfinden und bei jedem Treffen mit Roman freut sie sich ein bisschen mehr. Und wenn sie daran denkt, das alles könnte schon beinahe ein Ende haben, dann ist sie sich nicht mehr ganz so sicher, ob der Tod wirklich das ist, was sie will. Sie fängt an zu kämpfen. Um ihr gar nicht mehr so schlimmes Leben. Und um das von ihrer großen Liebe Roman. 




Zitat:

Das Problem bei Selbstmord ist - was die meisten Leute nicht kapieren -, dass es gar nicht so leicht ist, die Sache durchzuziehen. Ich weiß, ich weiß - die Leute jammern immer rum und sagen, Selbstmord sei ein Ausweg für Feiglinge. Stimmt wahrscheinlich.  Klar - ich gebe auf, ich kapituliere. Ich laufe weg vor dem schwarzen Loch, das meine Zukunft ist, weil ich verhindern muss, dass ich zu dem fürchterlichen Menschen entwickle, der ich auf keinen Fall werden will. Aber nur weil es feige ist, muss es noch lange nicht einfach sein.
( Mein Herz und andere schwarze Löcher - Jasmine Warga ; S.17-18 )




Schreibstil:

Der Schreibstil von Warga ist nicht sonderlich erwähnenswert. Er ist gut, hat aber nichts besonderes an sich. Man könnte wirklich denken, es wären einfach nur die Gedanken oder Aufzeichnungen einer Jugendlichen. Bei diesem Buch ist das aber genau so, wie es sein muss. Es soll nichts extravagantes sein, sondern einfach nur eine Geschichte erzählen. Und das tut die Autorin mit ihrem Schreibstil.
Das Ganze ist auch nicht irgendwie ausschweifend oder zu oberflächlich. Also genau richtig.




Meinung/ Fazit:

Ich finde Mein Herz und andere schwarze Löcher wirklich ausgezeichnet und sehr gelungen. Das Buch hat viele Fragen beantwortet, doch auch nach dem Ende habe ich noch einige offene Fragen. Es hat mich nachdenklich und mit vielen tollen Zitaten in meinem Kopf zurückgelassen.
Auch hat es ein wenig mehr Wissen über Physik in meinem Kopf hinterlassen. :D
Zudem konnte es mich fesseln und ich habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen.
Es erzählt eine tolle Geschichte und es ist wirklich absolut empfehlenswert.
Wer traurige und nachdenkliche Büche mag, der sollte sich dieses hier nicht entgehen lassen.
Weil es mir sehr, sehr gut gefallen hat und bei mir keine Wünsche offen gelassen, bekommt es von mir 5 / 5 Sternen.


Mittwoch, 17. Juni 2015

Rezension: Bis das Feuer die Nacht erhellt; Engel der Nacht - Becca Fitzpatrick



Erschienen bei Page & Turner am 17.06.2013 
Seiten: 448

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© Die Cover- und Zitatsrechte unterliegen dem Verlag Page & Turner





Erster Satz:

Die Zweige des Stechapfelbaums kratzten an der Fensterscheibe hinter Harrison Grey.



Inhalt: 

Nora hat alles was sie will. Sie ist glücklich und genießt das Zusammensein mit ihrem Schutzengel Patch. Doch dieser zieht sich immer mehr zurück und Nora erfährt, dass Patch sie gar nicht lieben dürfte. Sie macht Schluss mit ihm, zu seiner eigenen Sicherheit und damit sie sich die Schmerzen einer Liebe ohne Zukunft ersparen kann. Trotzdem ist sie zutiefst getroffen, als Patch auf die Annäherungsversuche ihrer Erzfeindin Marcie Millar eingeht. Also sorgt sie dafür, dass Patch fortan nicht mehr ihr Schutzengel ist, was alles nur noch schlimmer machte, denn sein neuer Schützling ist ausgerechnet Marcie Millar. Nun hat Nora ein gebrochenes Herz und schwebt außerdem noch in Gefahr. Sie bekommt anonyme Hinweise darauf, wer der Mörder ihres Vaters ist, welcher auf mysteriöse Weise verstorben ist. Nora beginnt nachzuforschen und alle Spuren deuten darauf hin, dass Patch etwas mit dem Tod ihres Vaters zutun hat. Sie ist zwiegespalten und  weiß nicht, was sie glauben soll. Sie kann nicht glauben, dass Patch es gewesen sein könnte. Aber was wenn doch?
Sie glaubt immer wieder ihren Vater zu sehen und irgendjemand versucht sie umzubringen. Handelt es sich dabei um Patch? Und wer ist die anonyme Person, welche ihr Antworten auf den Tod ihres Vaters gibt? Außerdem ist ihr Kindheitsfreund Scott wieder in der Stadt und ihre Eltern versuchen die beiden zu verkuppeln, doch irgendetwas ist komisch an ihm.




Zitat:

Aber wenn Patch mich töten wollte, dann hätte er sich den perfekten Mord ausgedacht, oder? Er war mein Schutzengel. Er hatte die Aufgabe, mich vor Gefahren zu bewahren. Niemand würde ihn verdächtigen...
 ( Bis das Feuer die Nacht erhellt - Becca Fitzpatrick ; S.280 )




Schreibstil:

Wie ich schon in meiner Rezension zu Engel der Nacht gesagt habe, gefällt mir der Schreibstil von Becca Fitzpatrick sehr gut. Jedoch finde ich, dass Fitzpatrick es im ersten Teil besser geschafft hat, den Leser mithilfe ihrer Schreibstils zu fesseln.



Meinung/ Fazit:

Insgesamt hat mir das Buch gefallen und ich werde mir auch die nächsten Teile dieser Reihe zulegen. Jedoch bin ich ein wenig enttäuscht. Im ersten Teil hat Fitzpatrick es geschafft, mich sofort zu fesseln, sodass ich das Buch in einem durchgelesen habe. Dieses Mal jedoch, konnte mich das Buch nicht so fesseln. Ich habe es zwar gerne gelesen, aber da war nichts, was bemerkenswert war und zum einen fehlte mir dieser Ich-kann-nicht-anders-als-dieses-Buch-sofort-zu-beenden-Effekt. Da mir der erste Teil so gut gefallen hat, hätte ich mehr erwartet.
Die Geschichte war etwas überfüllt mit Ideen, es kam sehr viel auf einmal und das war fast schon ein bisschen zu viel. Der ein oder andere könnte auch ein wenig verwirrt sein, da man mit so vielen verschieden Ideen/Ereignissen nur so überhäuft wir. Ich hatte manchmal ein wenig das Gefühl, dass sie die vielen Ideen nur eingebaut hat, um das Buch spannender zu machen.

Alles in allem ist das Buch lesenswert, ist aber etwas schlechter als der erste Teil. Trotzdem finde ich, dass man es gut lesen kann. Es bekommt von mir  3 / 5 Sternen.